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MyHammer Kosten: Was Gebühren wirklich kosten

12 Min. Lesezeit Handwerker Pages Redaktion

MyHammer: Was steckt hinter dem Portal für Handwerker?

MyHammer ist eine Online-Plattform, auf der Privat- und Geschäftskunden Aufträge ausschreiben und Handwerksbetriebe sich darauf bewerben können. Für Auftraggeber ist das kostenlos – sie zahlen nichts für die Ausschreibung. Die Plattform finanziert sich durch Gebühren, die von den Handwerksbetrieben kommen.

Das Prinzip klingt einfach: Sie melden sich an, schauen sich verfügbare Aufträge an, bewerben sich, und wenn der Kunde Sie wählt, führen Sie den Auftrag durch. In der Praxis zahlen Sie aber nicht nur für die Anmeldung – sondern auch für jeden Kontakt, den Sie über die Plattform bekommen, und teilweise auch für die Sichtbarkeit Ihres Profils.

Bevor Sie sich anmelden, sollten Sie wissen, wie die Kostenstruktur wirklich funktioniert. Viele Handwerker unterschätzen, wie schnell die Gebühren den Gewinn aufzehren können.

Die Kostenstruktur: Mehr als nur eine Mitgliedschaft

MyHammer arbeitet mit mehreren Kostenebenen gleichzeitig. Das ist wichtig zu verstehen, weil jede Ebene Ihren Gewinn schmälert.

Monatliche Grundgebühr: Um überhaupt auf der Plattform sichtbar zu sein, zahlen Sie eine monatliche Mitgliedschaft. Nach aktuellen Informationen beginnt das Einstiegspaket bei etwa 59,90 Euro netto pro Monat. Für etablierte Betriebe mit mehr Sichtbarkeit liegen die Pakete bei circa 149 Euro monatlich. Diese Gebühr fällt an, egal ob Sie einen Auftrag bekommen oder nicht.

Lead-Gebühren pro Kontakt: Wenn ein Kunde Ihr Profil sieht und Ihnen eine Anfrage schickt (oder Sie sich auf einen Auftrag bewerben und der Kunde den Kontakt bestätigt), zahlen Sie eine Gebühr pro Kontakt. Diese liegt nach aktuellen Angaben zwischen 8 Euro und über 70 Euro – abhängig vom Auftragsvolumen und der Art des Projekts. Ein kleiner Reparaturauftrag kostet Sie weniger als ein großes Renovierungsprojekt.

Zusatzoptionen: Wer mehr Sichtbarkeit will – Premium-Platzierung, Video-Aufwertung des Profils, bessere Positionierung in Suchergebnissen – zahlt Aufschläge. Diese sind optional, aber wer nicht zahlt, sitzt weiter hinten in der Liste.

Manche Quellen berichten auch von Provisionsmodellen, bei denen MyHammer einen Prozentsatz des Auftragswertes nimmt – etwa 10 % oder zwischen 5 und 12 % je nach Leistungskategorie. Hier lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Konditionen beim Anbieter selbst, da sich die Modelle unterscheiden können.

Übrigens: Genau das ist Teil jeder Website, die wir bauen — mehr dazu unter So entsteht Umsatz.

Provisionsfallen und Lead-Gebühren: So wird abgerechnet

Um zu verstehen, wie viel MyHammer Sie wirklich kostet, rechnen wir ein Beispiel durch:

Szenario: Elektroinstallation, Auftragsvolumen 1.500 Euro

  • Monatliche Grundgebühr: 59,90 Euro (auf diesen Auftrag umgelegt)
  • Lead-Gebühr: angenommen 25 Euro (mittleres Auftragsvolumen)
  • Provisionsmodell (falls angewendet): 10 % von 1.500 Euro = 150 Euro
  • Gesamtkosten für diesen Auftrag: mindestens 75–235 Euro
  • Ihr Gewinn vor Betriebskosten: 1.500 Euro – 235 Euro = 1.265 Euro

Das klingt noch okay. Aber: Wenn Sie im gleichen Monat nur zwei solche Aufträge bekommen, zahlen Sie die 59,90 Euro Grundgebühr trotzdem – und wenn Sie zehn Anfragen bekommen, auf die Sie sich bewerben, aber nur zwei zum Auftrag werden, zahlen Sie trotzdem für alle acht Kontakte, die nichts gebracht haben.

Das ist der entscheidende Punkt: Sie zahlen für Kontakte, nicht für Aufträge. Ein Kunde kann Sie kontaktieren, Ihre Angebote einsehen, und sich dann doch für jemand anderen entscheiden – Sie haben trotzdem bezahlt.

Hinzu kommt: Auf MyHammer treffen viele Handwerker auf die gleiche Anfrage. Der Kunde bekommt zehn Angebote und nimmt das billigste. Das führt dazu, dass Sie Ihre Preise drücken müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben – und damit sinkt Ihr Gewinn noch weiter.

Wann lohnt sich MyHammer wirklich? Die Kriterien für Ihren Betrieb

MyHammer lohnt sich nicht für jeden Betrieb und nicht für jede Auftragsart. Hier sind die Kriterien, an denen Sie prüfen sollten:

Lohnt sich MyHammer für Sie, wenn:

  • Sie in einem Ballungsraum arbeiten (Berlin, München, Köln, Hamburg) und dort viele Aufträge auf der Plattform verfügbar sind.
  • Sie Aufträge mit hohem Volumen annehmen (ab 2.000–3.000 Euro), bei denen die Lead-Gebühr prozentual kleiner wird.
  • Sie eine hohe Auftragsakquisitionsquote haben – also bei vielen Kontakten auch tatsächlich Aufträge landen.
  • Sie gerade anfangen und noch keine etablierte Kundenbasis haben, um schnell an Aufträge zu kommen.
  • Ihr Gewerk sehr nachfrageintensiv ist (Handwerker gesucht ist ein häufiges Suchthema) und Sie viele Anfragen verarbeiten können.

Lohnt sich MyHammer für Sie NICHT, wenn:

  • Sie auf dem Land oder in kleineren Städten arbeiten, wo wenige Aufträge verfügbar sind.
  • Sie hauptsächlich kleine Reparaturaufträge (unter 500 Euro) annehmen – die Gebühren fressen den Gewinn auf.
  • Sie bereits eine gute Kundenbasis haben und durch Empfehlungen und Stammkunden ausgelastet sind.
  • Sie ein Wartungs- oder Servicegewerk haben, wo Stammkunden wiederkommen – dafür ist MyHammer nicht gemacht.
  • Sie Ihre Preise nicht senken können oder wollen, um mit der Konkurrenz auf der Plattform mithalten zu können.

MyHammer vs. Alternativen: Ein ehrlicher Vergleich

Es gibt andere Handwerkerportale wie Blauarbeit, Auftragsbank oder regionale Plattformen. Sie funktionieren ähnlich wie MyHammer: Grundgebühr + Lead-Gebühren oder Provisionen. Der Unterschied liegt oft nur in der Größe der Plattform und der Anzahl der Aufträge.

Aber es gibt eine Alternative, die strukturell anders funktioniert: Ihre eigene Website.

Auf MyHammer und ähnlichen Portalen sind Sie Mieter. Die Plattform gehört nicht Ihnen. Wenn MyHammer morgen die Preise verdoppelt oder Ihre Branche aus dem Programm nimmt, können Sie nichts dagegen tun. Außerdem konkurrieren Sie direkt mit Hunderten anderen Handwerkern um die gleichen Aufträge – und der Preis wird zum Hauptkriterium.

Eine eigene Website funktioniert anders: Sie zahlen einmalig für den Aufbau (oder monatlich für einen Dienstleister) und dann vor allem für die Sichtbarkeit in Google – nicht pro Kontakt, sondern über SEO oder Google-Anzeigen. Wichtiger noch: Kunden, die Sie über Google finden, suchen gezielt nach Ihnen oder nach einem Handwerker in Ihrer Nähe – nicht nach dem billigsten Angebot. Das ändert die Verhandlungsposition komplett.

Mit einer Website und einem Google Unternehmensprofil können Sie auch automatisch Bewertungen sammeln. Das schafft Vertrauen, das MyHammer nicht bietet. Ein Kunde, der Sie über Google findet und sieht, dass Sie 4,8 Sterne haben, wird nicht automatisch nach dem billigsten Angebot suchen.

Noch wichtiger: Mit einer Website mit integrierter Auftragszentrale (wie sie handwerker-pages.de anbietet) erfahren Sie von jeder Anfrage sofort per Push-Benachrichtigung auf Ihr Handy – und es fällt keine Provision an. Sie gehört Ihnen, nicht einer Plattform.

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Der dauerhafte Weg: Ihre eigene Website als Kunden-Magnet

Der entscheidende Unterschied zwischen Portalen und einer eigenen Website liegt in der Kontrolle und der langfristigen Rentabilität.

Bei MyHammer zahlen Sie für jeden Kontakt, den Sie nicht konvertieren. Bei einer eigenen Website zahlen Sie einmalig für den Aufbau und dann laufend für die Sichtbarkeit – aber nicht pro Anfrage. Ein Kunde, der Sie über Google findet, kostet Sie nichts extra.

Dazu kommt: Auf Ihrer Website können Sie Ihre Preise selbst setzen. Sie müssen nicht mit hundert anderen Handwerkern konkurrieren. Ein Kunde, der Ihr Profil sieht, hat sich bereits für Ihre Region und Ihr Gewerk entschieden – jetzt geht es nur noch darum, dass er Sie vertraut. Das schaffen Sie durch Bewertungen, Referenzen und ein professionelles Profil.

Mit SEO für Handwerker können Sie langfristig in Google sichtbar werden – ohne dass Sie dafür pro Anfrage zahlen. Das ist teurer in der Anfangsphase, aber nach 6–12 Monaten deutlich günstiger als ständige Provisionen.

Ein weiterer Vorteil: Stammkunden. Wenn ein Kunde Sie über Ihre Website findet und Sie gute Arbeit leisten, kommt er wieder – und empfiehlt Sie weiter. Auf MyHammer ist jeder Auftrag ein Neukunde, den Sie neu akquirieren müssen.

Für Betriebe, die automatisieren wollen, gibt es auch KI-Chatbots für Handwerker, die Anfragen automatisch qualifizieren und beantworten – das spart Zeit und erhöht die Konversionsquote.

Fazit: Lohnt sich MyHammer für Ihren Betrieb – und zu welchem Preis?

MyHammer kostet Sie zwischen 60 und 150 Euro monatlich plus 8 bis 70 Euro pro Kontakt – und möglicherweise auch Provisionen vom Auftragsvolumen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viele Aufträge Sie landen und wie groß diese sind.

Für einen Betrieb, der im Monat fünf Aufträge à 2.000 Euro über MyHammer bekommt, können die Kosten zwischen 200 und 400 Euro liegen – das sind 4–8 % des Umsatzes. Das ist verkraftbar.

Für einen Betrieb, der nur zwei kleine Aufträge à 500 Euro bekommt, liegen die Kosten bei ähnlicher Höhe – das sind dann aber 20–40 % des Umsatzes. Das ist nicht mehr rentabel.

Die ehrliche Antwort: MyHammer ist ein schneller Kanal für Aufträge, wenn Sie gerade anfangen oder in einem großen Markt arbeiten. Langfristig ist eine eigene Website mit Google-Sichtbarkeit günstiger und unabhängiger.

Wenn Sie eine eigene Website aufbauen wollen, ohne selbst viel Zeit in Technik zu investieren: handwerker-pages.de bietet eine kostenlose Vorzeigeseite an, mit der Sie sehen können, wie Ihre Website aussieht – inklusive Auftragszentrale, die Ihnen jede Anfrage sofort aufs Handy meldet. Keine Provisionen, keine versteckten Gebühren. Das ist der dauerhafte Weg.

Häufig gestellte Fragen zu MyHammer

Was kostet es mich als Handwerker, mich bei MyHammer anzumelden?

Die Anmeldung selbst ist kostenlos. Aber um tatsächlich Aufträge zu sehen und sich zu bewerben, brauchen Sie ein kostenpflichtiges Abo. Das beginnt nach aktuellen Angaben bei etwa 59,90 Euro netto pro Monat. Dafür bekommen Sie Zugang zur Plattform und können sich auf Aufträge bewerben.

Fallen Kosten an, wenn ich mich auf einen Auftrag bewerbe?

Ja. Wenn Sie sich bewerben und der Kunde Ihren Kontakt bestätigt (also Sie als einen der Kandidaten auswählt), zahlen Sie eine Lead-Gebühr. Diese liegt zwischen 8 und über 70 Euro, je nach Auftragsvolumen. Sie zahlen also nicht nur für erfolgreiche Aufträge, sondern auch für Kontakte, die nicht zum Auftrag führen.

Wie hoch ist die Provision, die MyHammer verlangt?

Das hängt vom Kostenmodell ab. Einige Quellen nennen 10 % des Auftragswertes (mindestens 30 Euro), andere berichten von 5–12 % je nach Leistungskategorie. Die genauen aktuellen Konditionen sollten Sie direkt bei MyHammer prüfen, da sich die Modelle unterscheiden können.

Kann ich bei MyHammer auch Aufträge finden, ohne Provision zu zahlen?

Nein. Die Plattform finanziert sich durch Gebühren von Handwerksbetrieben. Ob Sie eine Lead-Gebühr pro Kontakt zahlen oder eine prozentuale Provision vom Auftrag – bezahlen müssen Sie in jedem Fall.

Wie unterscheiden sich die Kostenmodelle von MyHammer von denen anderer Handwerkerportale?

Andere Portale wie Blauarbeit oder Auftragsbank funktionieren ähnlich: Grundgebühr + Lead-Gebühren oder Provisionen. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Größe der Plattform und der Anzahl der verfügbaren Aufträge. Strukturell sind alle Portale Mieter-Modelle – Sie zahlen laufend, ohne das System zu besitzen.

Was passiert, wenn ich einen Auftrag über MyHammer bekomme, der sich als unrentabel herausstellt?

Sie haben die Gebühren bereits bezahlt – Lead-Gebühr und möglicherweise Provision. Wenn der Auftrag dann teurer wird als kalkuliert oder der Kunde nicht zahlt, können Sie die Gebühren nicht zurückfordern. Das ist ein Risiko, das Sie selbst tragen.

Wie kann ich meine eigenen Kosten für die Akquise besser kalkulieren als bei MyHammer?

Mit einer eigenen Website rechnen Sie anders: Statt pro Kontakt zahlen Sie monatlich für Hosting, Domain und SEO oder Google-Anzeigen. Nach 6–12 Monaten ist das meist günstiger als ständige Provisionen. Wichtiger noch: Jeder Kunde, der über Ihre Website kommt und zufrieden ist, kommt wieder – ohne dass Sie neu akquirieren müssen. Bei MyHammer ist jeder Auftrag ein Neukunde.

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